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Publisher Save the Children16.10.2018

Afghanistan ist kein sicheres Land für Kinder

Das zeigt unser aktueller Bericht, der die derzeitige Situation von abgeschobenen und rückgeführten Kindern in Afghanistan untersucht. Wir fordern: Die Rückkehr von Kindern nach Afghanistan muss gestoppt werden.

© Save the Children

Für den Bericht 'Rückkehr ins Ungewisse' hat Save the Children in den vergangenen Monaten 57 aus Deutschland und anderen europäischen Staaten zurückgekehrte Kinder und Jugendliche befragt. Sie berichten über ihre Erfahrungen nach der Rückkehr und über ihren Alltag in Afghanistan. Auch Eltern, Erziehungsberechtigte und offizielle Stellen wurden im Rahmen dieser Untersuchung interviewt.

Angst und Gewalt sind allgegenwärtig

Fazit der Studie: Die Kinder in Afghanistan sind von Gewalt und Zwangsrekrutierung durch bewaffnete Gruppen bedroht. Sie fühlen sich fremd in einem Land, in dem viele von ihnen niemals zuvor gelebt haben und das Recht auf Bildung wird ihnen vorenthalten. Drei Viertel der Minderjährigen erklären, aus Angst und aus Mangel an Perspektiven erneut flüchten zu wollen.

Die Rückkehr von Kindern nach Afghanistan muss gestoppt werden. Das Land ist eines der gefährlichsten Länder der Welt.

Meike Riebau, Rechtsexpertin bei Save the Children

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind nie zuvor so viele Zivilisten in Afghanistan getötet worden wie in der ersten Jahreshälfte 2018. Vor allem Kinder sind in dem Bürgerkriegsland großer Unsicherheit und extremen Gefahren ausgesetzt.

Jetzt Petition zeichnen

Wir fordern die Bundesregierung und die anderen europäischen Staaten im Vorfeld des EU-Migrations-Gipfels in Brüssel dringend auf, keine Kinder und Jugendlichen mehr nach Afghanistan zurückzuführen. Die instabile Sicherheitslage in dem Land und unkoordinierte Rückkehrprozesse gefährden nicht nur das Wohl der Kinder, sondern auch ihre Zukunft.

 

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