Gaza: Kinder in Gefahr
Spendenkonto
Empfänger: Save the Children Deutschland e. V.
IBAN: DE96370205000003292912
Stichwort: Spendenaufruf Gaza und Westjordanland
„Wir könnten jeden Moment sterben“, sagt die 14-jährige Amani*. Damit ist sie nicht allein: Nach Angaben der Vereinten Nationen haben 96 Prozent der Kinder im Gazastreifen das Gefühl, ihr Tod könne jederzeit bevorstehen.
Wir sind für Kinder und Familien im Gazastreifen da, etwa in Schutz- und Spielräumen. Auch Amani findet dort Unterstützung: „Immer wenn mir etwas Angst macht, spreche ich hier darüber. Aber es gibt noch so viele Kinder, die diese Orte nicht kennen oder herkommen können. Wenn es noch mehr davon gäbe, könnten mehr Mädchen davon profitieren.“
Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit vor Ort, damit wir unsere Hilfe ausweiten können!
Die meisten Gebäude im Gazastreifen liegen in Schutt und Asche, viele Kinder und Familien leben in Zelten. Dort haben sich inzwischen Ratten, Kakerlaken, Fliegen und andere Schädlinge ausgebreitet. Sie übertragen Krätze, Läuse und Hautinfektionen. Zudem ist Hunger allgegenwärtig und es gelangen bei weitem nicht ausreichend Hilfsgüter zu den Menschen.
Der Krieg nimmt Kindern ihre Kindheit. Schon fast drei Jahre lang leben sie im Ausnahmezustand – obwohl sie lernen, spielen und sorgenfrei sein sollten. Die sogenannte Waffenruhe, die im Oktober 2025 versprochen wurde, hat daran nichts geändert. Die Lage ist katastrophal.
So hilft Save the Children in Gaza
- Derzeit betreiben wir zwei Gesundheitskliniken und 15 Ernährungszentren.
- Wir helfen im Bereich Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene.
- Wir haben Kinderschutzprogramme, einschließlich psychosozialer Betreuung, an 18 Standorten.
- Wir sorgen für Unterricht in 60 provisorischen Lernräumen.
- Familien unterstützen wir mit Bargeldhilfen.
Im Jahr 2026 haben wir bereits 275.000 Menschen im Gazastreifen, darunter 136.000 Kinder, mit unserer Hilfe erreicht. Seit Oktober 2023 konnten wir 1,1, Millionen Kinder im Gazastreifen unterstützen – das sind fast alle dort lebenden Kinder.
Wir fordern: Die Waffenruhe muss uneingeschränkt respektiert und eingehalten werden. Kinder im Gazastreifen müssen endlich in Sicherheit leben können. Nur ein dauerhafter Waffenstillstand kann das Überleben der Kinder sichern. Die Menschen im Gazastreifen brauchen endlich sichere, verlässliche und langfristige Hilfe, damit weitere Todesfälle durch Hunger, Krankheiten und Verletzungen verhindert werden. Sie haben ein Recht auf den Zugang zu humanitärer Hilfe.
Häufig gestellte Fragen über Gaza
Kommen meine Spenden in Gaza an?
Im Jahr 2026 haben wir bereits 275.000 Menschen im Gazastreifen, darunter 136.000 Kinder, mit unserer Hilfe erreicht. Seit Oktober 2023 haben wir 1,1 Millionen Kinder unterstützt.
Trotz der massiven Einschränkungen und der Lebensgefahr sind unsere Teams und Partnerorganisationen weiter für Kinder und Familien im Gazastreifen aktiv. Immer, wenn es die Situation zulässt, weiten wir unsere Hilfe aus – und halten Hilfsgüter in Warenlagern in Jordanien und Ägypten bereit. Insbesondere dank unserer lokalen Partnerorganisationen gelangen z. B. Medikamente, medizinische Ausstattung und therapeutische Fertignahrung in den Gazastreifen. Zudem können wir auch weiterhin auf lokalen Märkten Dinge für Kinder beschaffen – etwa Lernmaterialien und Spielzeug.
Wie geht es Kindern im Gazastreifen?
Kinder im Gazastreifen erleben ständig Gewalt. Viele haben Angehörige, Freund*innen, ihr Zuhause und ihren Alltag verloren. Von rund 58.000 Kindern starben ein oder beide Elternteile. Das wirkt sich auch auf ihre psychische Gesundheit aus. Sehr viele haben Angst zu sterben. Posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen und Ängste sind häufig. Unser Team hörte Kinder sagen, dass sie lieber sterben würden, als im Gazastreifen zu leben. In unseren Schutz- und Spielräumen unterstützen wir Kinder und Jugendliche auch psychosozial.
Dort malte ein Mädchen, wie sie den Krieg erlebt, und schreibt dazu: „Ich hoffe, die Brücke bleibt.“

Wie viele Kinder wurden im Gazastreifen getötet?
Wie viele Menschen in Gaza hungern?
Mehr als 1,2 Millionen Menschen im Gazastreifen befinden sich mindestens in einer „Ernährungskrise“. Dies ist die dritte von fünf Stufen einer internationalen Skala (Integrated Food Security Phase Classification (IPC)), die den Hunger weltweit misst. Es bedeutet, dass es regelmäßig zu wenig zu essen gibt und überdurchschnittlich viele Menschen mangelernährt sind.
Ohne humanitäre Hilfe wird die Ernährung von fast allen Menschen im Gazastreifen in den nächsten Monaten akut unsicher sein: Die aktuellen IPC-Schätzungen gehen davon aus, dass 90 Prozent der Bevölkerung zum Ende des Jahres 2026 betroffen wären. Mehr als 74.000 Kinder würden demnach bis April 2027 akut mangelernährt sein.
Wie ist die medizinische Versorgung in Gaza?
Viele medizinische Einrichtungen sind nicht mehr nutzbar. Zudem fehlen Medikamente, Blutkonserven und medizinisches Material – obwohl es so viele Menschen benötigen. Das führt dazu, dass Erkrankungen nicht behandelt werden können und Wunden nur langsam verheilen. Kinder mit schweren Verletzungen müssen teilweise ohne Betäubung operiert werden. Es kommt immer häufiger zu Fehlgeburten und Todesfällen bei Neugeborenen.
Gleichzeitig begünstigen die Lebensbedingungen vor Ort die Ausbreitung von Krankheiten wie Krätze, Lungenentzündung und Durchfallerkrankungen. Auch Hautkrankheiten kommen immer häufiger in den überfüllten Camps für Geflüchtete vor.
Unterstützt Save the Children auch Kinder in Israel?
Wie viel meiner Spende kommt wirklich bei den Kindern an?
Im Jahr 2025 sind von jedem Euro 75 Cent direkt in unsere Projekte geflossen. Auch unsere Arbeit für Kampagnen, Politik und Öffentlichkeit haben wir damit bezahlt.
Insgesamt haben wir rund 72,6 Millionen Euro genutzt, um Kinder und ihre Familien in Not zu unterstützen. Mit diesem Geld konnten wir 66 Projekte von Deutschland aus finanzieren.
Ihr Vertrauen ist uns wichtig. Deshalb zeigen wir offen, wie wir mit dem Geld umgehen. In unserem Jahresbericht können Sie jederzeit genau sehen, wie viel Geld wir bekommen und wofür wir es ausgeben.
So helfen wir, dass Kinder überleben, lernen können und vor Gewalt geschützt sind.
Save the Children arbeitet seit 1953 in den besetzten Palästinensischen Gebieten
Die besetzten Palästinensischen Gebiete – das Westjordanland, Ost-Jerusalem und der Gazastreifen – sind seit mehr als 60 Jahren Konflikt- und Krisenregion. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist unter 18 Jahre alt. Armut, Gewalt und Angst gehören zum Alltag für viele Kinder und ihre Familien.
Wiederkehrende Konflikte und gewaltsame Auseinandersetzungen wirken sich nachhaltig negativ auf die Lebensbedingungen der Menschen aus. Große Teile der Infrastruktur wie Schulen und Krankenhäuser wurden beschädigt oder zerstört. Viele Menschen verloren ihr Zuhause.
Die eingeschränkte Bewegungsfreiheit und die wirtschaftliche Blockade lassen die Arbeitslosenquote steigen – besonders unter Jugendlichen. Dem Kreislauf der Armut zu entkommen, ist schwierig.
Save the Children leistet in den besetzten Palästinensischen Gebieten Nothilfe und setzt zudem längerfristige Entwicklungsprojekte um.
Wir haben uns den Prinzipien der humanitären Hilfe verpflichtet
Hintergrundinfo
Unsere Informationen und Zahlen beruhen auf Daten der Vereinten Nationen, den jeweiligen Behörden und teilweise auch Medienberichten. Aufgrund der aktuellen Situation können die von den Ministerien in Israel und Gaza übermittelten Informationen und Zahlen nicht unabhängig überprüft werden.
Save the Children steht Kindern in Not zur Seite, ohne Wenn und Aber. Auch in bewaffneten Konflikten. Als größte unabhängige Kinderrechtsorganisation haben wir uns den Prinzipien der humanitären Hilfe verpflichtet: Menschlichkeit, Neutralität und Unparteilichkeit. Sie sind die Grundlage, um auch unter schwierigen Bedingungen schnell und wirkungsvoll helfen zu können.
Mit * gekennzeichnete Namen wurden zum Schutz der Kinder geändert.
Stand: 28. September 2026








