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ZENTRALE HERAUSFORDERUNGEN IN Bangladesch

Bangladesch hat in den letzten zwei Jahrzehnten deutliche Fortschritte bei der Armutsreduktion erzielt. Die nationale Armutsquote lag zuletzt bei etwa 12–19 Prozent, je nach Erhebungsmethode (BMZ; Weltbank). Dennoch bleibt ein großer Teil der Bevölkerung wirtschaftlich verwundbar und lebt nur knapp oberhalb der Armutsgrenze (Weltbank).

Aufgrund seiner geografischen Lage zählt Bangladesch zu den weltweit am stärksten von Naturkatastrophen betroffenen Ländern. Regelmäßige Überschwemmungen, Zyklone und Starkregenereignisse zerstören Lebensgrundlagen und verschärfen bestehende Armut. Mehr als 50 Prozent der Bevölkerung leben in Gebieten mit hohem Klimarisiko (Weltbank; UNICEF).

Die gesundheitliche Versorgung ist insbesondere in ländlichen Regionen und für arme Bevölkerungsgruppen weiterhin unzureichend, was sich besonders auf Mütter und Kinder auswirkt (UNICEF).

Die zentralen Herausforderungen für Save the Children

  • Trotz deutlicher Verbesserungen sterben noch immer rund 31 von 1.000 Kindern in Bangladesch vor ihrem fünften Geburtstag, viele davon bereits in den ersten Lebenstagen (UNICEF; Weltbank). Armut, mangelhafter Zugang zu Gesundheitsdiensten und Unterernährung sind zentrale Ursachen.
  • Unterernährung bleibt eines der gravierendsten Probleme: Etwa 28 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind chronisch unterernährt (Stunting) und rund 10 Prozent leiden an akuter Unterernährung (Wasting) (UNICEF). Zudem leben rund zwei Drittel der Kinder unter fünf Jahren in Ernährungsarmut, da ihre Ernährung nicht ausreichend vielfältig ist (UNICEF). Etwa 15 Prozent der Neugeborenen kommen mit niedrigem Geburtsgewicht zur Welt, häufig aufgrund mangelnder Nährstoffversorgung der Mütter während der Schwangerschaft (UNICEF).
  • Kinderarbeit ist weiterhin weit verbreitet. Laut der National Child Labour Survey 2022 arbeiten rund 1,8 Millionen Kinder im Alter von 5–17 Jahren, viele davon in gefährlichen oder ausbeuterischen Tätigkeiten (Bangladesh Bureau of Statistics). Armut und Kinderarbeit führen dazu, dass zahlreiche Kinder keinen regelmäßigen Schulbesuch haben oder ihre Ausbildung frühzeitig abbrechen (ILO; UNICEF).
  • Naturkatastrophen treffen Kinder besonders hart: Sie verlieren Zugang zu Bildung, ausreichender Ernährung und medizinischer Versorgung und sind langfristig den sozialen und psychischen Folgen von Krisen ausgesetzt (UNICEF).

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