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Publisher Save the Children21.05.2019100 Jahre

Save the Children fordert: Safe Schools!

Jedes Jahr treffen sich die wichtigsten Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Militär auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSK). Wir haben Marvin Große, unseren politischen Referenten für humanitäre Hilfe und Krisen, gefragt, warum Save the Children auf der Konferenz vertreten ist.

© Mohammed Awadh / Save the Children

1. Was passiert auf der Münchner Sicherheitskonferenz?

Marvin Große: Die Münchner Sicherheitskonferenz - kurz MSK - ist das weltweit größte und wichtigste sicherheits- und außenpolitischen Austauschforum. Bei der MSK kommen jedes Jahr hochrangige Politiker*innen, Militärs und Vertreter*innen aus Wissenschaft und Privatwirtschaft zusammen, um sich zu aktuellen sicherheitspolitischen Themen auszutauschen. Es werden richtungsweisende Gespräche auf hoher Ebene geführt und mögliche Lösungsansätze für heutige Krisen diskutiert. Dialog und Austausch stehen bei dieser Konferenz im Mittelpunkt, es werden allerdings keine konkreten Beschlüsse gefasst. 

2. Warum ist Save the Children auf der Münchner Sicherheitskonferenz?

Marvin Große: Als Kinderrechtsorganisation, die in vielen Krisengebieten weltweit arbeitet, bietet uns die MSK die großartige Möglichkeit, unsere sicherheitspolitischen Anliegen direkt an Entscheiderinnen und Entscheider heranzutragen und mit ihnen in den Austausch zu treten. Ganz konkret können wir so dazu beitragen, dass Kinderrechte auf die Agenda gesetzt werden und sich Politiker*innen verstärkt dafür einsetzen, Kinder in Kriegen besser zu schützen. Denn der Schutz von Kindern und ihren Familien gerät leider viel zu oft in den Hintergrund. 

Wir sind auf der Münchner Sicherheitskonferenz vertreten, weil wir Kindern in Kriegs- und Konfliktgebieten eine Stimme geben und Kinderrechte auf die Agenda setzen möchten. 

Marvin Große, politischer Referent für humanitäre Hilfe und Krisen bei Save the Children Deutschland

3. Hat Save the Children konkrete Lösungsansätze, wie Kinder in Konflikten besser geschützt werden können?

Marvin Große: Gerade in den letzten Jahren sehen wir zunehmend, dass Schulen vermehrt gezielt angegriffen und militärisch genutzt werden. Sie werden bombardiert, mit Minen durchzogen, als Militärbasen oder Munitionslager zweckentfremdet, und Kinder werden manipuliert, entführt oder als Kindersoldaten rekrutiert. Allein 2017 gab es insgesamt fast 1.500 nachgewiesene Angriffe auf Schulen. Anstatt Orte des Friedens, des Schutzes und des Lernens zu sein, werden Schulen in Konfliktgebieten zunehmend zu Gefahrenräumen gemacht, in denen Kindern häufig extremen Risiken ausgesetzt sind.
Wir fordern deshalb: Safe Schools! Schulen in Konfliktgebieten müssen besser geschützt werden, denn Schulen sind keine legitimen Ziele und jedes Kind hat das Recht, in Sicherheit zur Schule gehen zu können. Der Schutz von Schulen muss daher ins Zentrum der deutschen und internationalen Sicherheitspolitik rücken.

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