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Publisher Save the Children22.07.2020Corona

Millionen Menschen fliehen vor Monsun in Südasien

Millionen Kinder und ihre Familien in Indien, Nepal und Bangladesch erleben einen der verheerendsten Monsunregen seit Jahren. Die Rettungsmaßnahmen werden durch Corona stark erschwert.

Millionen Menschen in Südasien fliehen jedes Jahr vom Monsun. Besonders hart trifft es Kinder und ihre Familien, die in unbefestigten Siedlungen wohnen. © Sonali Chakma / Save the Children

Hunderttausende Menschen sind bereits obdachlos, hunderte Menschen starben. Allein in Indien wurden riesige Flächen Ackerland und Ernte zerstört und mehr als 2.000 Dörfer stehen unter Wasser. Die Rettungsarbeiten müssen in der Corona-Pandemie unter erschwerten Bedingungen geleistet werden.

Der Zugang zu Hilfe hat erste Priorität und wird durch COVID-19 sehr erschwert. Wir haben mit Kindern und Gemeinden zusammengearbeitet, um sie auf Überschwemmungen und andere extreme Wetterverhältnisse vorzubereiten, aber dieser Monsun ist sehr heftig. Millionen Menschen, darunter viele Kinder, wurden obdachlos, mussten draußen oder bei Verwandten und Freunden schlafen und konnten die Richtlinien zur sozialen Distanzierung nicht befolgen.

Anindit Roy Chowdhury, Politischer Direktor bei Save the Children Indien

Immer schlimmere Wetterextreme erwartet

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Nepal, Indien und Bangladesch beobachten, dass Wetterextreme immer häufiger auftreten. Die Klimakrise ist die für die Menschen in Südasien bereits bittere Realität.  

Die Überschwemmungen und Erdrutsche der letzten zwei Wochen haben das Leben von vielen Menschen gefordert. Es handelt sich um einen der katastrophalsten Monsune des letzten Jahrzehnts. Jahrelange Umweltzerstörung und Landerosion haben zu gefährlicheren und tödlicheren Erdrutschen geführt. Die COVID-19-Krise erschwert die Hilfsmaßnahmen, wobei Frauen und Kinder am stärksten gefährdet sind, da sie während landesweiter Sperrungen Schwierigkeiten haben, Zugang zu Gesundheitsdiensten oder Schutz vor häuslicher Gewalt zu erhalten.

Sanjeeb Kumar Shakya, Managerin für Humanitäre Hilfe, Save the Children Nepal

NOTHILFE MIT ABSTANDSREGELN

Sowohl die Evakuierungen als auch die Nothilfe-Maßnahmen werden durch die Corona-Pandemie erschwert. Bitte unterstützen Sie unsere weltweite Nothilfe-Arbeit mit einer Spende, damit wir in Katastrophen wie diesen schnell einsatzbereit sind und unsere Teams vor Ort den Menschen helfen können, die besonders dringend Unterstützung brauchen.

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